cd druck
am Donnerstag tritt die Europäische Zentralbank (EZB) zusammen und immer noch ist nicht klar, was die Notenbanker machen. Ein weiterer dramatischer Schritt, also eine Senkung des Leitzinssatzes auf 2%, oder Stillhalten und eine Pause einlegen? Bisher hat es wenig Signale gegeben und sollten sich die Notenbanker gegen eine Zinssenkung entscheiden, werden weitere Turbulenzen an den Märkten nicht ausbleiben. Die EZB hat zuletzt eine Kehrtwende vollzogen: Nachdem sie ihren Zins trotz Finanzkrise und Abschwung lange konstant gehalten und ihn im Juli gar auf 4,25% erhöht hatte, hat sie ihn seit Anfang Oktober um 175 Basispunkte gesenkt.
Immerhin hat EZB-Chef Jean-Claude Trichet sich jetzt zu den Konjunktureinschätzungen geäußert. Demnach rechnet die EZB damit, dass sich die Weltwirtschaft im laufenden Jahr weiter abschwächen dürfte. Mit einer deutlichen Erholung sei erst 2010 zu rechnen, sagte Trichet. Die Hoffnung aller richtet sich auch hier auf das Wachstum in den Schwellenländern, das weiterhin robust bleiben soll.
Trichet glaubt außerdem, dass die wegen der Wirtschaftskrise von Regierungen und Notenbanken ergriffenen Maßnahmen noch nicht voll an den Finanzmärkten eingepreist seien. Der Notenbank-Präsident verwies darauf, dass neben den geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen auch die stark gefallenen Rohstoffpreise wesentlich für die konjunkturelle Erholung seien.
Der Markt stellt sich dennoch auf eine weitere deutliche Zinssenkung am Donnerstag ein, vor allem wegen der schlechten Wirtschaftsdaten aus Deutschland. Zugleich gibt die Inflation im Rekordtempo nach. Im Dezember lag die Teuerungsrate nur noch bei 1,6%, zur Jahresmitte dürfte sie negativ werden.
bis zum Jahreswechsel vergehen noch ein paar Tage, doch das Jahr 2008 hat seinen Stempel als „Annus horribilis“ bereits aufgedrückt bekommen. Wenn Sie die verschiedenen Jahreschroniken lesen, die schon erschienen sind, dann fällt Ihnen sicher immer wieder das Wort „Krise“ ins Auge. Mittlerweile ist es schick geworden, nur noch von der Krise zu reden.
Richtig ist, die derzeitigen Erschütterungen auf Märkten weltweit hat es in dieser Form schon lange nicht mehr gegeben, dennoch bin ich immer noch der Meinung: Hier wird auch viel Schwarzmalerei betrieben. Ein kleiner Rückblick auf die herausragenden Ereignisse in diesem Jahr sei uns an dieser Stelle aber gestattet.
Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit heute auch auf ein paar positive Dinge lenken, die im Jahr 2008 an der Börse auch zu beobachten waren. Wir wollen das Motto „Wo Licht ist, ist auch Schatten“ einmal umkehren und nach den Lichtblicken im ablaufenden Börsenjahr suchen.
kann
es wirklich sein, dass das Undenkbare eintritt – dass die
Republikaner im Senat respektive die Autogewerkschaft mit
ihrer Weigerung, Lohnkürzungen zuzustimmen, die drei großen
amerikanischen Autobauer scheitern lassen? Die ganze Region
rund um Detroit an den Großen Seen würde wahrscheinlich
lahmgelegt. Die Schockwellen für die Börse wären überhaupt
nicht abzusehen. Falls dieser Fall wirklich eintritt, müssen
wir uns auf einen kräftigen Absturz an den Weltbörsen
vorbereiten, denn die psychologischen Folgen wären
verheerend. Selbst die China-Börsen, die sich zuletzt
wieder ganz gut entwickelt haben würden dann gen Süden
tauchen.
Peking geht geschickter vor
Das Tauziehen in Washington zeigt, dass in der Krise alles nach dem Staat ruft – die Parallelen zum New Deal in den Dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts hatten wir ja schon besprochen. In China greift die Regierung ebenfalls beherzt ein, um die Wirtschaft anzukurbeln. Peking wird nicht zulassen, dass soziale Unruhen ausbrechen, weil die globale Rezession das Land trifft. Derzeit hat eindeutig die Stunde des Staates geschlagen.
Leser,
die schon länger dabei sind, wissen, dass ich mich stets
von den meisten chinesischen Staatskonzernen ferngehalten
habe – zu träge, zu bürokratisch, zu korrupt. Nur wenn
sie technologisch auf dem neuesten Stand sind, eine
marktbeherrschende Stellung haben und über ein gutes
Management verfügen, sind sie für uns hier bei China
Strategy interessant. In Zeiten der Krise hat sich
diese Strategie ausgezahlt: Staatliche Firmen sind zusehends
interessant geworden, weil sie direkt auf Geldquellen der
Regierung zugreifen können. Dies hat sich vor einigen Tagen
einmal mehr bewahrheitet.
EURUSD fällt auf 0.95 und steigt anschließend auf 1.30. Die europäischen Bankbilanzen stehen aufgrund der Stagnation der osteuropäischen Märkte und den wirtschaftlichen Spannungen im EU-Raum unter hohem CD druck. Das chinesische BIP fällt auf ein Nullwachstum zurück. Die exportorientierten Sektoren der chinesischen Wirtschaft sind stark vom freien Fall des Welthandels und vor allem von den USA betroffen. “Pre-Ins First Out”. Mehrere, zurzeit vollständig oder teilweise an den Euro gekoppelte osteuropäische Währungen geraten 2009 aufgrund von Kapitalabflüssen unter wachsenden CD Bedrucken.
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